Tech-Aktien: Drei Gründe für den Ausverkauf – und was Hoffnung macht
Frankfurter Allgemeine · Dennis Kremer ·
Plötzlich sinken Tech-Aktien auf der ganzen Welt. Der Chiphersteller Nvidia verliert mehr als 400 Milliarden Dollar an Börsenwert. Was Anleger jetzt wissen müssen.
Plötzlich sinken Tech-Aktien auf der ganzen Welt. Der Chiphersteller Nvidia verliert mehr als 400 Milliarden Dollar an Börsenwert. Was Anleger jetzt wissen müssen.
In der britischen Finanzzeitung „Financial Times“ war in diesen unruhigen Börsentagen ein treffender Satz zu lesen: „Es ist schwierig, die Märkte zu beurteilen, weil die Märkte es einem so schwer machen.“ Wie wahr diese Aussage ist, ließ sich in der vergangenen Woche beobachten. Da nämlich begann an den Börsen ein Wechselbad der Gefühle. Als sich in der Nacht zu Mittwoch abzeichnete, dass der amerikanische Präsident Donald Trump und seine Republikanische Partei bei den Kongresswahlen eine heftige Niederlage einstecken würden, deuteten sich zunächst Kursverluste an. Ablesbar ist dies an besonderen Finanzinstrumenten, sogenannten Derivaten, mit denen Anleger auf die künftige Börsenentwicklung wetten können. Die Sorge lautete: Falls Donald Trump und seine Leute die Niederlage nicht akzeptieren würden, könnte dies Amerika womöglich in eine echte Verfassungskrise stürzen – mit unangenehmen Folgen für die Märkte.
Doch es kam anders: Der amerikanische Präsident gestand die Niederlage überraschend ein, auch wenn er sie sich nicht selbst zuschrieb (Originalton: „Mein Name stand nicht auf dem Wahlzettel“). Als am Mittwoch die amerikanischen Börsen öffneten, legten die Aktienkurse darum zu. Die positive Stimmung erfasste danach auch den Rest der Welt, der deutsche Dax erreichte am Donnerstag sogar noch ein neues Rekordhoch.
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