Mindestens fünf Jahre Haft: Tätern drohen beim Einsatz von K.-o.-Tropfen künftig härtere Strafen

Der Spiegel · DER SPIEGEL ·

Gefährlich und schwer nachzuweisen: Täter nutzen K.-o.-Tropfen, um ihre Opfer zu betäuben und willenlos zu machen. Nun hat der Bundestag für eine Verschärfung des Strafmaßes gestimmt.

Der Einsatz sogenannter K.-o.-Tropfen wird künftig härter bestraft. Wer die gefährlichen Substanzen für eine Vergewaltigung oder einen Raub benutzt, soll mit mindestens fünf Jahren Freiheitsstrafe rechnen müssen. Das hat der Bundestag beschlossen. Die Fraktionen von CDU/CSU, SPD, Linken und Grünen haben für die Reform gestimmt. Lediglich die AfD hat sich enthalten.

K.-o.-Tropfen sind meist heimlich verabreichte Substanzen, die Opfer schnell benommen, wehrlos oder bewusstlos machen können. Sie sollen in Zukunft rechtlich wie eine Waffe oder ein gefährliches Werkzeug eingestuft werden .

Sonja Eichwede, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende sagte im Bundestag: »Wer K.-o.-Tropfen einsetzt, um eine Frau zu vergewaltigen, überschreitet jede Grenze unseres Rechtsstaats. Solche Täter gehören auch mindestens fünf Jahre in Haft.«

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