Vermögenssteuer in Kalifornien: Wenn Milliardäre ihre Picassos verstecken müssen
Neue Zürcher Zeitung · Marie-Astrid Langer ·
Der Golden State könnte als erster eine Vermögenssteuer einführen: Milliardäre sollen einmalig fünf Prozent ihres Wohlstands abtreten. Im Rest des Landes schaut man genau auf das Referendum.
Der Golden State könnte als erster amerikanischer Gliedstaat eine Vermögenssteuer einführen: Milliardäre sollen einmalig 5 Prozent ihres Wohlstands abtreten. Im Rest des Landes schaut man sehr genau auf das Referendum.
Kalifornien ist die Heimat der Hollywood-Stars, der Tech-Industrie – und der Milliardäre. 200 von ihnen, manche schätzen auch 250, leben im Golden State, mehr als in jedem anderen Gliedstaat. Ihre Mitbürger wollen ihnen nun womöglich ans Portemonnaie: Gerade wurde auch die letzte formale Hürde dafür genommen, dass ein Volksreferendum zu einer Milliardärssteuer am 3. November auf den Wahlzetteln stehen wird.
Kaliforniens Milliardäre verfügten, so heisst es im Text der Volksabstimmung, «über ein erstaunliches Vermögen von 2 Billionen Dollar». Sie zahlten «jährlich weniger als 1,5 Prozent ihres Gesamtvermögens an Steuern (einschliesslich Bundes-, Landes- und Kommunalsteuern)» und damit deutlich weniger als das, was ein Durchschnittsbürger in Kalifornien an Steuerlast aufwenden muss.
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