Berlin: Linke könnte offenbar Mandatsverzicht von Emde fordern

Handelsblatt · dpa ·

Die Berliner Linke hat schon länger Ärger mit ihrer propalästinensischen Abgeordneten Vanessa Emde. Parteikollege Gregor Gysi sieht eine Grenze überschritten.

Die Parteiführung der Berliner Linke will nach einem „Tagesspiegel“-Bericht nun den Druck auf die Abgeordnete Vanessa Emde erhöhen, die wegen ihrer Positionen zum Nahost-Konflikt umstritten ist. Die Zeitung berichtet, dass der Landesvorstand die Abgeordnete bei seiner Sitzung am frühen Abend dazu auffordern wolle, ihr Mandat zurückzugeben. Der Deutschen Presse-Agentur wurde das aus Parteikreisen nicht bestätigt. Vielmehr wurde darauf verwiesen, dass man möglichen Ergebnissen der Sitzung nicht vorgreifen könne.

Laut „Tagesspiegel“ steht der Vorwurf gegen Emde im Raum, gegen die sogenannte Mandatsträgervereinbarung verstoßen zu haben. Mit dieser Vereinbarung hatten sich alle Kandidatinnen und Kandidaten der Linke vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus verpflichtet, sich an Beschlüsse und das Programm der Partei zu halten.

Der Linken-Politiker Gregor Gysi befürwortet einen Rausschmiss der umstrittenen Berliner Abgeordneten Vanessa Emde aus der Linksfraktion. „Ich hoffe, dass wir sie ausschließen“, sagte das Partei-Urgestein im Podcast des Journalisten Paul Ronzheimer über seine Berliner Kollegin.

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