Trump wird für Republikaner zur Bürde – das Ende seiner Ära naht

Neue Zürcher Zeitung · Christian Weisflog ·

Donald Trump hatte den Amerikanern versprochen, alle ihre Probleme zu lösen. Aber mit Ausnahme der Grenzsicherung ist alles nur schlechter geworden. Dafür erhält der Präsident bei den Zwischenwahlen eine Abfuhr. Nun beginnt der Kampf um sein Erbe.

Donald Trump hatte den Amerikanern versprochen, alle ihre Probleme zu lösen. Aber mit Ausnahme der Grenzsicherung ist alles nur schlechter geworden. Dafür erhält der Präsident bei den Zwischenwahlen eine Abfuhr. Nun beginnt der Kampf um sein Erbe.

Am Dienstag rollte nicht nur eine «blaue Welle» über die USA. Nein, es war eine Monsterwelle, die amerikanische Landstriche in die Farbe der Demokraten tunkte, welche zuvor als uneinnehmbare Festungen der Republikaner galten: Texas, South Carolina oder Kansas. Noch bevor alle Gliedstaaten ausgezählt waren, sicherten sich die Demokraten bereits wenige Stunden nach Schliessung der Wahllokale eine Mehrheit im Senat. Auch im Repräsentantenhaus zeichnet sich ein klarer Sieg der Linken ab.

Der Verantwortliche für diese historische Niederlage der Republikaner ist schnell gefunden: Präsident Donald Trump. Er hatte zentrale Wahlversprechen gebrochen. Bei seiner Rückkehr ins Weisse Haus 2024 stellte er den Amerikanern ein «goldenes Zeitalter» in Aussicht mit sinkenden Preisen in den Supermärkten und steigenden Löhnen für die Arbeiter. Im russischen Krieg gegen die Ukraine wollte er innerhalb von 24 Stunden einen Frieden vermitteln. Er bezeichnet sich selbst als «Friedenspräsidenten» und gelobte, keinen neuen Krieg mehr im Ausland zu beginnen.

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