Manfred Pentz' Entgleisung gegen Migranten: Ein Minister ohne Selbstkontrolle

Frankfurter Allgemeine · Manfred Köhler ·

Manfred Pentz fällt neuerlich aus der Rolle. Er hat mit unbedachten Äußerungen der Debatte über die Täter bei den Krawallen vor einer Woche einen Bärendienst erwiesen.

Manfred Pentz fällt neuerlich aus der Rolle. Er hat mit unbedachten Äußerungen der Debatte über die Täter bei den Krawallen vor einer Woche einen Bärendienst erwiesen.

Es ist keine neue Erkenntnis, dass Manfred Pentz nicht trittsicher ist. Er war noch nicht Minister in der Hessischen Landesregierung, sondern CDU-Generalsekretär, als er sich Ärger dadurch einhandelte, dass er 2021 euphorisch Janine Wissler zu ihrer Wahl als Bundesvorsitzende der Linken gratulierte und ihr gar eine „charismatische Persönlichkeit“ bescheinigte. Als wiederum Friedrich Merz einmal bei der Wahl des CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet unterlegen war, bezeichnete Pentz den heutigen Kanzler in einer internen Videokonferenz als „größten Spalter der Partei“ und dessen Anhänger als „Merz-Dschihadisten“, wofür er später um Entschuldigung bitten musste.

Zuletzt hatte sich der Unionspolitiker in seinem Ministeramt Meriten erworben mit Erfolgen in dem ihm aufgetragenen Kampf gegen eine der Geißeln des Wirtschaftsstandorts Deutschland, die Bürokratisierung. Nun aber hat es Pentz geschafft, die Erfolge, die ihm zugerechnet wurden, in einem einzigen Moment beiseitezuwischen.

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