Nvidia-Chef: War eine chinesische Spionin auf Jensen Huang angesetzt?
Handelsblatt · Lara Dehari ·
Nvidia-Chef Huang soll Kontakte zu einer Managerin gehabt haben, die US-Dienste laut einem Bericht als Informantin Chinas einstufen. Warnungen wurden von Trump wohl nicht weitergeleitet.
Republikanische Abgeordnete verlangen Auskunft von Nvidia-Chef Jensen Huang über seine Kontakte zu einer Führungskraft des Rechenzentrumsbetreibers Megaspeed. Die Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses, des Geheimdienstausschusses und des China-Sonderausschusses laden Huang zu einer gemeinsamen, nicht öffentlichen Sitzung am 18. November ein. Das geht aus einem Brief der drei Abgeordneten hervor. Die „New York Times“ berichtete zuerst über den Fall.
Die Abgeordneten wollen mit Huang auch über die Sicherheitsvorkehrungen von Nvidia gegen „Spionage ausländischer Gegner“ sprechen. „Jüngste Berichte werfen erhebliche nationale Sicherheitsbedenken auf, was den Zugang der Volksrepublik China zu sensibler US-Technologie und Information betrifft“, schreiben sie. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der Kongress das Ausmaß ermittelt, in dem die nationale Sicherheit der USA gefährdet wurde.“ Der Brief geht nicht näher darauf ein, auf welche Quellen sich die Abgeordneten beziehen.
Die „New York Times“ hatte vergangene Woche berichtet, US-Geheimdienste überwachten eine Managerin des in Singapur ansässigen Unternehmens Megaspeed. Sie heißt Alice Huang, auch Huang Le genannt, und ist chinesische Staatsbürgerin. Die US-Behörden stuften sie demnach als Informantin der chinesischen Regierung ein. Die US-Behörden hatten Megaspeed bereits zuvor wegen möglichen Chipschmuggels geprüft. Anklagen folgten nicht.
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