Bayern: Ministerium will nach Aiwangers Tod „bruchlos“ weitermachen
Handelsblatt · dpa ·
Das bayerische Wirtschaftsministerium soll zunächst in der Linie des verstorbenen Ministers weitergeführt werden. Die Partei der Freien Wähler will sich später um eine Nachfolge kümmern.
Im bayerischen Wirtschaftsministerium soll es nach dem überraschenden Tod von Minister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) eine „bruchlose Übergabe“ geben. „Wir werden unsere Arbeit fortsetzen. Ich glaube auch, dass das genau das ist, was Hubert von uns erwartet hätte“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt (Freie Wähler) bei einer Pressekonferenz in München. Gotthardt wird zunächst die Amtsgeschäfte und das Ministerium leiten, bis formal ein Nachfolger für Aiwanger bestimmt ist.
„Ich merke am Feedback der Mitarbeiter: Es fehlt nicht bloß der Chef, es fehlt ein großer Mensch“, sagte Gotthardt sichtlich erschüttert und mit den Tränen kämpfend. Amtschefin Sabine Jarothe sagte: „Es ist eine Riesenlücke, die wir noch nicht fassen können.“
Weitergehen soll es im Wirtschaftsministerium erst einmal ganz in der Linie des verstorbenen Ministers. Ziel sei es, Verantwortung zu übernehmen und der bayerischen Wirtschaft weiterhin Verlässlichkeit zu garantieren, sagte Gotthardt. „Es wird nichts, was begonnen wurde, irgendwo stoppen oder sich verzögern.“ Und man werde unvermindert die starke Stimme Bayerns auf Berliner und Brüsseler Ebene sein.
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