Großes Abkommen?: Trump kündigt Ukraine-Abkommen an - Kreml dämpft Erwartungen
Handelsblatt · dpa ·
US-Präsident Donald Trump hat Kremlunterhändler Dmitrijew getroffen und ein großes Abkommen im Konflikt um die Ukraine in Aussicht gestellt. Auch Kanzler Merz wurde informiert. Was sagt Moskau?
Nach der Ankündigung eines großen Abkommens zur Ukraine durch US-Präsident Donald Trump hat Russland die Erwartungen gedämpft. Von europäischer Seite sehe Moskau bisher keine Bereitschaft, Fragen eines künftigen Sicherheitssystems auf dem Kontinent zu erörtern, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Zudem hätten die Europäer bisher nicht einmal einen Verhandlungsführer bestimmt, sagte er nach einem Treffen von Kremlunterhändler Kirill Dmitrijew mit Trump im Weißen Haus. Trump telefonierte dazu auch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
Nach den Zwischenwahlen gewinne der Verhandlungsprozess über ein Ende des russischen Angriffskrieges an Dynamik, es sei auch „ein neues Gefühl der Dringlichkeit entstanden“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius nach dem nächtlichen Telefonat von Merz und Trump in Berlin.
Die Ukraine und Russland verhandeln nächste Woche unter US-Vermittlung in Abu Dhabi erstmals seit Februar wieder über eine mögliche Beendigung des von Moskau 2022 begonnenen Krieges. Die Europäer sind dabei außen vor.
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