Wall Street: „KI-Blutbad“ an US-Börsen – S&P 500 bricht um vier Prozent ein
Handelsblatt · Lara Dehari, Astrid Dörner, Antonia Mannweiler, Andreas Neuhaus ·
Zwei Tage nach der US-Wahl bricht die Wall Street ein. Die Sorge vor einer schärferen KI-Regulierung löst einen Ausverkauf aus. Doch ein anderer Faktor verstärkt den Kursrutsch.
Für das US-Finanzmagazin „Barron's“ ist es ein „KI-Blutbad“, für die Plattform Kobeissi Letter der „absolute Wahnsinn“. Nur zwei Tage nach den Zwischenwahlen sind die Kurse in den USA an breiter Front eingebrochen.
US-Präsident Donald Trump machte den Wahlsieg der Demokraten für den jüngsten Einbruch an den US-Börsen verantwortlich. „Der Aktienmarkt hat aufgrund der Wahlergebnisse einen der schlimmsten Tage der Geschichte erlebt“, erklärte Trump am Donnerstag (Ortszeit) in den sozialen Medien. Die Menschen sollten sich jedoch nicht fürchten, fügte er hinzu. Man werde bald auf die eine oder andere Weise größer und stärker sein als je zuvor. Zuvor waren die US-Börsen auf Talfahrt gegangen.
Die Unternehmen im S&P 500 verloren am Donnerstag zusammen rund drei Billionen Dollar an Börsenwert – so viel wie noch nie an einem Handelstag. Bei den Unternehmen im Nasdaq-Index summierte sich der Verlust auf rund 2,5 Billionen Dollar, ebenfalls ein Rekord.
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