Antike Sklaverei: „Manche zeugten mit Sklavinnen einen guten Teil ihres unfreien Gefolges selbst“
Die Welt · Berthold Seewald ·
Anhänger des Marxismus halten den Sklavenanführer Spartacus für einen Repräsentanten des antiken Proletariats. Aber machen 20 Prozent Unfreie aus Rom eine Sklavenhaltergesellschaft? Ein Historiker macht die Gegenrechnung auf.
Anhänger des Marxismus halten den Sklavenanführer Spartacus für einen Repräsentanten des antiken Proletariats. Aber machen 20 Prozent Unfreie aus Rom eine Sklavenhaltergesellschaft? Ein Historiker macht die Gegenrechnung auf.
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Karl Marx hatte seine klaren Vorstellungen vom Fortgang der Weltgeschichte. So charakterisierte er 1861 gegenüber Friedrich Engels den Anführer des großen Sklavenaufstandes 73–71 v. Chr. in der Römischen Republik so: „Spartakus erscheint als der famoseste Kerl, den die ganze antike Geschichte aufzuweisen hat. Großer General, nobler Charakter“ und damit „real repräsentative des antiken Proletariats“. Die Gefolgsleute des Marxismus bezeugen das Urteil, wenn sie alljährlich den 1919 ermordeten Anführern des Spartakusbundes ihre Referenz erweisen oder Splitterparteien nach dem Anführer der Sklaven benennen.
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