Kündigung: Warum eine hohe Abfindung nicht immer die beste Option ist

Handelsblatt · Claudia Obmann, Franziska Telser ·

Bei der Verhandlung über eine Abfindung zählt jedes Detail – Führungskräfte verschenken oft einen fünf- bis sechsstelligen Betrag. Eine Checkliste und Beispielrechnungen zeigen, worauf es beim Aufhebungsvertrag ankommt.

In Deutschland bauen derzeit viele Unternehmen Personal ab. Allein die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr mehr als 120.000 Stellen gestrichen. Um Mitarbeiter zum Gehen zu bewegen, locken Unternehmen mit teilweise enormen Abfindungssummen.

Der Autokonzern BMW etwa will schnellstmöglich 8000 Beschäftigte loswerden und lockt deswegen unter anderem mit einer Turboprämie. Insider aus Industriekreisen berichteten dem Handelsblatt hier von Einzelfällen, in denen BMW Zahlungen von mehr als 650.000 Euro vereinbart haben soll. Beim Konkurrenten Mercedes soll es aktuell in der Produktion Abfindungsangebote von bis zu 330.000 Euro geben.

Arbeitsrechtsanwalt Christoph Abeln, der sich auf die Vertretung von Führungskräften spezialisiert hat, solche Fälle zuhauf. Er warnt jedoch: „Eine vorschnelle Unterschrift unter einem Aufhebungsvertrag kann teuer zu stehen kommen.“ Was erst mal nach einer riesigen Summe klingt, ist laut dem Fachexperten jedoch nicht immer die beste Lösung für die, die gehen sollen. Nicht selten würden fünf- bis sechsstellige Beträge verschenkt. Denn oft gibt es bessere Optionen. Das Handelsblatt zeigt, welche Details bei einer Abfindungsverhandlung wichtig sind.

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