«Bring uns Mengele, und wir vergessen Dir alles . . .»: Der Fall Rolf Schneider
Neue Zürcher Zeitung · Auswärtige Autoren NZZ ·
Der SS-Mann Rolf Schneider zog nach dem Krieg in die Schweiz und lebte im gleichen Wohnblock wie Martha Mengele, die Ehefrau des untergetauchten KZ-Arztes. Bisher unbekannte Dokumente geben Aufschluss über sein mysteriöses Leben – und seinen Tod.
«Bring uns Mengele, und wir vergessen Dir alles . . .» – eine Spionagegeschichte aus der Schweiz
Der SS-Mann Rolf Schneider zog nach dem Krieg in die Schweiz und lebte im gleichen Wohnblock wie Martha Mengele, die Ehefrau des untergetauchten KZ-Arztes. Bisher unbekannte Dokumente geben Aufschluss über sein mysteriöses Leben – und seinen Tod.
Am 3. Juni 1962 wird Rolf Schneider tot in einem Hotelzimmer in den Niederlanden gefunden. Ein Angestellter erzählt der Polizei, der Gast habe Schlaftabletten bestellt, aber nicht «den Anschein eines lebensmüden Menschen» erweckt: «Schneider lag im Hotelbett, rauchte und machte einen ziemlich vergnügten Eindruck. Das ganze Zimmer war voll Zigarettenrauch, denn die Fenster waren geschlossen.» Die Obduktion ergab, dass er 34 Schlaftabletten der Marke Longanoct geschluckt hatte.
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