Economic Challenges: Wird Europa nach den US-Midterms zum Gewinner?

Handelsblatt ·

Nach dem deutlichen Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen diskutieren Rürup und Hüther darüber, ob Donald Trump seine Außenpolitik ändert.

In dieser Folge von Economic Challenges ordnen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, den Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen ein.

Hüther verweist auf die Wahlkreise: In den 1990er-Jahren seien 99 Sitze im Repräsentantenhaus umkämpft gewesen, zuletzt nur noch 43. Gemessen daran sei das Ergebnis ein Erdrutsch. Als Gründe nennt er die gestiegenen Lebenshaltungskosten und die Zweifel an der Integrität des Weißen Hauses.

Rürup erwartet keinen Kurswechsel, da die Außenpolitik Sache des Präsidenten bleibe: „Meines Erachtens kann er nur noch punkten als Außenpolitiker.“ Als Friedensstifter in der Ukraine könne Trump Putin schwächen. Hüther ergänzt, dass Trump nur stark auftreten könne, wenn die Europäer bei den Verhandlungen mit am Tisch sitzen. In der Zollpolitik bleibe zwar das Veto des Präsidenten, doch „er kann den Kongress nicht mehr ignorieren“.

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