Das Gehirn als Datenquelle: Wer schützt unsere Neurodaten?
Frankfurter Allgemeine · F.A.Z. ·
Was nach Science-Fiction klingt, ist längst Realität. Neurotechnologien können Krankheiten lindern und Menschen neue Bewegungsfreiheit schenken. Doch mit den neuen Möglichkeiten wachsen auch die Risiken und die Notwendigkeit klarer gesetzlicher Grenzen.
Einspruch Exklusiv : Das Gehirn als Datenquelle: Wer schützt unsere Neurodaten?
Was nach Science-Fiction klingt, ist längst Realität. Neurotechnologien können Krankheiten lindern und Menschen neue Bewegungsfreiheit schenken. Doch mit den neuen Möglichkeiten wachsen auch die Risiken und die Notwendigkeit klarer gesetzlicher Grenzen.
Als Hans-Peter Salzmann – ein vom Locked-in-Syndrom betroffener ALS-Patient – 1999 den weltweit ersten Brief über reine Gedankensteuerung schrieb, war das eine technische wie medizinische Sensation. Heute können ausgewählte querschnittsgelähmte Menschen in experimentellen Studien dank gedanklicher Steuerung von Exoskeletten oder Gehirn-Rückenmark-Schnittstellen wieder laufen, Tremores von Parkinson-Patienten mittels elektrischer Stimulation bestimmter Hirnregionen unterbrochen werden und schwer depressive Menschen, die eigentlich austherapiert waren, plötzlich wieder Freude empfinden.
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