Erneut Proteste und Krawalle in Frankreich, aber von Generalstreik keine Spur

Neue Zürcher Zeitung · Daniel Steinvorth ·

Gewerkschaften, Schüler und Gelbwesten demonstrierten am Donnerstag gemeinsam gegen die Regierung. Erneut kam es in mehreren Städten zu Krawallen. Doch der von der radikalen Linken erhoffte landesweite Stillstand blieb aus.

Die Proteste in Frankreich halten an – doch auf einen Generalstreik hat das Land keine Lust

Gewerkschaften, Schüler und Gelbwesten demonstrierten am Donnerstag gemeinsam gegen die Regierung. Erneut kam es in mehreren Städten zu Krawallen. Doch der von der radikalen Linken erhoffte landesweite Stillstand blieb aus.

«Der Regierung droht am 5. November der Generalstreik. Die breite Masse des Volkes wird sich in Bewegung setzen», hatte Jean-Luc Mélenchon Ende Oktober prophezeit. Der Frontmann der linksradikalen Partei La France insoumise (LFI) träumt von einem neuen Mai 1968, als Studenten und Arbeiter Frankreich lahmlegten. Am Donnerstag gingen tatsächlich wieder Hunderttausende auf die Strasse. Zum Generalstreik kam es allerdings nicht.

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