USA: Option auf Rückzug – So sichert sich Audi beim neuen US-Werk ab

Handelsblatt · Laurin Meyer ·

Audi kann sein geplantes US-Werk auch nach der Unterschrift noch absagen. Das zeigen Vertragsunterlagen, die dem Handelsblatt vorliegen. Zugleich hält sich der Autobauer einen Ausbau offen.

Audi kann sich auch nach einer Unterschrift unter den Ansiedlungsvertrag noch aus seinem geplanten Werk im US-Bundesstaat Georgia zurückziehen. Das geht aus Vertragsunterlagen der regionalen Wirtschaftsförderung hervor, die dem Handelsblatt vorliegen.

Bis Mitte 2027 soll Audi das Werksgelände von der Wirtschaftsförderung mieten, erst dann ist das Geschäft vollzogen. Bis dahin darf der deutsche Autobauer kündigen, wenn ihm die Prüfung des Geländes nicht genügt – etwa beim Boden, bei der Umwelt oder bei der Erschließung. Darüber entscheidet Audi nach eigenem Ermessen.

Für die Ingolstädter wäre ein solcher Ausstieg vergleichsweise günstig. Verloren wären demnach vor allem eine Gebühr von zwei Millionen Dollar und die eigenen Vorbereitungskosten – ein Bruchteil der geplanten Investition von vier Milliarden Dollar.

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