Reichsbürger-Prozess: Prozess um „Königreich Deutschland“ - und um Gold und Güter

Handelsblatt · dpa ·

Ein „göttliches Wesen“ als Staatsoberhaupt, eigene Ausweise und sieben Kilogramm Gold: Im Prozess gegen Peter Fitzek geht es um ein ganzes Königreich. Was die Anklage den vier Männern vorwirft.

Eine betende Rechtsanwältin und ein Angeklagter, der darauf besteht, ein Staatsoberhaupt zu sein - das gibt es auch nicht oft: Nach dem Verbot der Gruppe „Königreich Deutschland“ hat in Düsseldorf der Prozess gegen vier mutmaßliche Rädelsführer begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten in wechselnder Beteiligung Hunderte Straftaten mit zehn Millionen Euro Gesamtschaden vor.

Die Tatvorwürfe lauten: Bildung einer kriminellen Vereinigung, besonders schwere Steuerhinterziehung, bandenmäßige Urkundenfälschung.

Hauptangeklagter ist Peter Fitzek, der sich 2012 zum „obersten Souverän“ des „Königreichs“ ernennen und sich als „göttliches Wesen“ habe einstufen lassen, so die Bundesanwaltschaft. Fitzek kritisierte gleich bei Prozessbeginn am Oberlandesgericht die vom Gericht festgestellten bürgerlichen Personalien: Er sei nicht Peter Fitzek, sondern „Peter I., Staatsoberhaupt“. Laut Anklage nahm der 61-Jährige in seiner Gemeinschaft mit seinen Stellvertretern den Status „göttlicher Wesen“ ein und erließ als „Imperator Fiduziar“ Rechtsakte.

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