KI contra Mensch: Warum Intelligenz mehr ist als Datenverarbeitung

Neue Zürcher Zeitung · Auswärtige Autoren NZZ ·

Wir sollten nicht länger fragen, wie menschenähnlich KI eines Tages werden könnte. Entscheidend ist vielmehr, welche menschlichen Fähigkeiten erst durch sie wieder sichtbar werden.

Die Maschine optimiert Zwecke, der Mensch stiftet Sinn

Wir sollten nicht länger fragen, wie menschenähnlich KI eines Tages werden könnte. Entscheidend ist vielmehr, welche menschlichen Fähigkeiten erst durch sie wieder sichtbar werden.

Seit Beginn der Industrialisierung erleben wir technischen Fortschritt nicht nur als eine Geschichte menschlicher Erfindungskraft, sondern zugleich als eine Geschichte menschlicher Verdrängung. Die Dampfmaschine ersetzte Muskelkraft. Der Computer übernahm Rechenleistung. Algorithmen automatisierten Routinen. Mit jeder technologischen Revolution schien ein weiterer Bereich menschlicher Fähigkeiten entbehrlich zu werden. Mit der künstlichen Intelligenz rückt nun sogar die letzte Bastion in den Blick: das Denken selbst.

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