Dmitrijew in den USA: Trump schluckt Putins Köder
Frankfurter Allgemeine · Friedrich Schmidt ·
Der US-Präsident empfängt den Russen Dmitrijew, der ihn mit Wirtschaftsideen locken soll. Im Anschluss kündigt Trump ein „großes, schönes Abkommen“ an.
Der US-Präsident empfängt den Russen Dmitrijew, der ihn mit Wirtschaftsideen locken soll. Im Anschluss kündigt Trump ein „großes, schönes Abkommen“ an.
Es ist Kirill Dmitrijews bisher größter Erfolg in der Charmeoffensive an die Adresse Donald Trumps: Der amerikanische Präsident hat Russlands Sondergesandten für Wirtschaftszusammenarbeit empfangen und danach vage, aber prompt ein „großes, schönes Abkommen“ in Aussicht gestellt.
Für Dmitrijew, den der russische Herrscher Wladimir Putin zu seinem Mann für Geschäftsideen und gute Stimmung mit Trumps Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner gemacht hat, sind dieser Empfang und Trumps Worte danach der Höhepunkt seines Wirkens. Eigentlich steht Putins Adlatus unter amerikanischen Sanktionen, für seine Reisen werden sie ausgesetzt. Dmitrijew spricht stets im Business-Jargon und tut so, als wäre der russische Angriffskrieg ein Ukrainern und Europäern geschuldetes Hindernis auf dem Weg zu prächtigen Gewinnen. Nun bekam er den Präsidenten für sich, unter Ausschluss der Ukrainer: Trump sagte auf Nachfrage eines Journalisten, er habe nur den Russen getroffen.
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