Gastkommentar: Ein gespaltenes Washington ist gefährlich für die US-Wirtschaft
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Kongress und Regierung werden kaum kooperieren. Das senkt die Chance, dass die USA ihre Staatsfinanzen bald sanieren, warnt Desmond Lachman, Senior Fellow am American Enterprise Institute.
Der klare Verlust der Kongressmehrheit der Republikanischen Partei in beiden Kammern trübt die wirtschaftlichen und finanzmarktpolitischen Aussichten der Vereinigten Staaten erheblich. Er senkt die Chancen, dass es den USA bald gelingt, die öffentlichen Finanzen auf einen tragfähigen Kurs zu bringen, und erhöht die wirtschaftspolitische Unsicherheit.
Gleichzeitig belastet er die KI-Branche, die im Wahlkampf ein wichtiges Thema war, und erhöht die Gefahr eines erneuten Energiepreisschocks vor dem Amtsantritt des neuen Kongresses Anfang Januar. Das ist umso misslicher, als das Finanzsystem bereits mit hoher Verschuldung, lockeren Kreditvergabestandards und historisch überhöhten Aktienbewertungen kämpft.
Eine strukturelle Schwäche der US-Wirtschaft sind ihre maroden Staatsfinanzen und die ausgeprägte Abhängigkeit von ausländischen Gläubigern zur Finanzierung des Haushaltsdefizits. Symptomatisch dafür ist, dass die so wichtige Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen innerhalb eines Jahres um rund 100 Basispunkte auf knapp fünf Prozent gestiegen ist. Dies hat zu einem Anstieg der Hypothekenzinsen und anderer wichtiger Kreditzinsen geführt und zudem Spannungen im Finanzsystem verursacht.
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