Banken: Unicredit-Chef streicht Anspruch auf Homeoffice

Handelsblatt · Andreas Kröner ·

Die Mitarbeiter der Großbank haben künftig keinen Anspruch mehr, von Zuhause zu arbeiten. Arbeitnehmervertreter sprechen von einer einseitigen Entscheidung und kündigen Widerstand an.

Die italienische Großbank Unicredit beordert ihre Beschäftigten sieben Jahre nach dem Ausbruch der Coronapandemie zurück ins Büro. Das Mailänder Geldhaus schafft eine Regelung aus der Coronazeit ab, die den Beschäftigten einen Anspruch auf Homeoffice gewährt – und stößt damit bei Arbeitnehmervertretern auf scharfe Kritik.

„Mobiles Arbeiten ist für niemanden ein automatisches Recht“, heißt es in einem internen Rundschreiben an Führungskräfte, aus dem die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag zitiert. „Das Büro ist unser Standardarbeitsplatz.“ Homeoffice sei daher nicht mehr standardmäßig möglich.

„Von Managern wird eine konsequente Präsenz am Arbeitsplatz erwartet, während Flexibilität weiterhin entsprechend den geschäftlichen und individuellen Bedürfnissen gehandhabt wird“, sagte eine Unicredit-Sprecherin. Die neuen Regeln gelten laut Bloomberg ab sofort für Führungskräfte und Manager, ab Januar dann auch für alle übrigen Beschäftigten. Ausnahmen müssen genehmigt werden.

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