Deep-Tech-Gründer wünschen sich von der EU mehr als Kapital
Frankfurter Allgemeine · Johannes Winterhagen ·
Was braucht Europa, um als Deep-Tech-Standort attraktiver zu werden? Ein Treffen von Unternehmensgründern mit der EU-Kommissionspräsidentin zeigt: Zugang zu billigem Kapital allein reicht nicht.
Deep-Tech-Gründer : Überlebenshilfe aus Brüssel
Was braucht Europa, um als Deep-Tech-Standort attraktiver zu werden? Ein Treffen von Unternehmensgründern mit der EU-Kommissionspräsidentin zeigt: Zugang zu billigem Kapital allein reicht nicht.
Auf dem langen Weg zum Markt müssen Unternehmensgründer allerhand Hürden überwinden, zum Beispiel Kapital besorgen. Sehr viel Kapital sogar, wenn sich der Unternehmenszweck nicht in Dienstleistungen erschöpft, sondern es um große Chemie- oder Energieanlagen geht, die Europa unabhängiger von importiertem Öl und Gas machen sollen. Der Chemiker Reinier Grimbergen ist so ein Fall. Im Jahr 2022 gründete er Blue Circle, ein Unternehmen, das Olefine, einen wichtigen Baustein für die Kunststoffherstellung, herstellen will – nicht wie üblich aus Erdöl, sondern aus biologischem Abfall. Die Planung für eine Großanlage in Rotterdam steht, in fünf Jahren soll sie produzieren. Neun Jahre von der Idee bis zum Umsatz sind eine lange Zeit, die er politisch flankiert sehen will.
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