Chris Wickham und die Erforschung des Frühmittelalters
Frankfurter Allgemeine · John Weisweiler ·
Der englische Historiker Chris Wickham fand sein Lebensthema in der Wirtschaftsgeschichte des nachantiken Italien. Als Marxist korrigierte er quellenferne Theorien einer feudalen oder kommerziellen Revolution.
Chris Wickham gestorben : Eselsbrücken ins Römische Reich und wieder zurück
Der englische Historiker Chris Wickham fand sein Lebensthema in der Wirtschaftsgeschichte des nachantiken Italien. Als Marxist korrigierte er quellenferne Theorien einer feudalen oder kommerziellen Revolution.
Als Kind wollte Chris Wickham Paläontologe werden. Als seine Eltern ihn mit einem befreundeten Geologiestudenten in einen Steinbruch schickten, zeigte dieser dem aufgeweckten Jungen die verschiedenen Gesteinsschichten und die in ihnen eingelagerten Ammoniten, die ihre Datierung erlauben. Das gefiel Chris, aber wo waren die Dinosaurier? „Nein, Dinosaurier findet man nie“, erklärte sein Begleiter, „immer nur Ammoniten. Paläontologie heißt Ammoniten.“ Da entschied er sich, Historiker zu werden.
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