Shila Behjat über Reza Pahlavi und der Preis der Freiheit
Frankfurter Allgemeine · Shila Behjat ·
Am Samstag soll Reza Pahlavi stellvertretend für das iranische Volk in der Frankfurter Paulskirche den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung entgegennehmen. Das sorgt für Diskussionen. Und zeigt, wie feindselig der Diskurs um Iran geworden ist.
Verleihung in Frankfurt : Reza Pahlavi und der Preis der Freiheit
Am Samstag soll Reza Pahlavi stellvertretend für das iranische Volk in der Frankfurter Paulskirche den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung entgegennehmen. Das sorgt für Diskussionen. Und zeigt, wie feindselig der Diskurs um Iran geworden ist.
„Was würdest du schreiben, wenn du keine Angst hättest?“ Das fragte mich eine Freundin, als ich ihr von diesem Artikel erzählte. Sie ist ebenfalls Iranerin. Und ich denke in mich hinein und weiß: Ja, es stimmt. Wenn es um Iran und dessen Zukunft geht, schieben sich inzwischen Filter zwischen die Gedanken und das, was man schreibt. Sie wägen ab, sie löschen und verallgemeinern. Der Diskurs über Iran war streitbar, seitdem ich ihn kenne. Inzwischen ist er mehr als feindselig geworden. Es geht hetzerisch zu, bisweilen unerbittlich, bestimmt von einer „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“-Mentalität. Und das – wohlgemerkt – innerhalb der Opposition gegen die islamische Diktatur.
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