Vor den Midterms: Trumps Selbstbereicherung wird zum Thema
Neue Zürcher Zeitung · Gordana Mijuk ·
Kein Ziel hat der amerikanische Präsident konsequenter verfolgt, als sich zu bereichern. Lange Zeit konnte das seiner Popularität nicht schaden. Doch bei den Midterms dürfte sein Machtmissbrauch die Republikaner teuer zu stehen kommen.
Wie der Trump-Clan aus Macht, Geopolitik und Insiderwissen ein Milliardengeschäft erschuf
Kein Ziel hat der amerikanische Präsident konsequenter verfolgt, als sich zu bereichern. Lange Zeit konnte das seiner Popularität nicht schaden. Doch bei den Midterms dürfte sein Machtmissbrauch die Republikaner teuer zu stehen kommen.
Die Szene wirkt wie aus einer anderen Zeit. Donald Trump und seine Frau Melania gleiten unter dem Blitzgewitter der Fotografen und den Jubelrufen die goldene Rolltreppe im Trump Tower herunter. Melania im weissen, schulterfreien Cocktailkleid, Trump im blauen Anzug und mit knallroter Krawatte. «Ich kandidiere offiziell für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten», rief der illustre Immobilienmagnat danach ins Atrium des Wolkenkratzers, «und wir werden unser Land wieder grossartig machen!» Das war der Anfang von Trumps ausserordentlicher Karriere als US-Präsident und der Anfang vom Ende Amerikas, wie wir es kennen. Er werde das Land reich machen, rief er in die Menge. Als Beweis, dass er dazu in der Lage war, reichte ihm ein einziger Satz: «Ich bin wirklich reich.»
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