Kampf um die Fifa-Spitze: Gianni Infantino tourt wie ein Sieger

Neue Zürcher Zeitung · Peter B. Birrer ·

Nach den Turbulenzen um einen möglichen WM-Teilverkauf in den USA will die europäische Fussball-Konföderation Uefa den Fifa-Chef stürzen. Doch ihr Lager ist geschwächt. Ein einflussreicher Scheich aus Bahrain hat innert Wochen die Seite gewechselt. Gianni forever?

Die Europäer werden einsam: Nach der WM wankte der Fifa-Chef Gianni Infantino, jetzt tourt er wie ein Sieger um die Welt

Nach den Turbulenzen um einen möglichen WM-Teilverkauf in den USA will die europäische Fussball-Konföderation Uefa den Fifa-Chef stürzen. Doch ihr Lager ist geschwächt. Ein einflussreicher Scheich aus Bahrain hat innert Wochen die Seite gewechselt. Gianni forever?

Der Scheich ist gerührt. Er spricht den im Plenum sitzenden Fifa-Präsidenten salbungsvoll an, umarmt und umgarnt ihn, überreicht ihm einen Wimpel und sagt: «We are all happy to have you here.» Asien sei ja wie dessen zweites Zuhause, «wenn nicht sogar dein erstes». Salman bin Ibrahim al-Khalifa lässt in seiner verbalen Liebelei nichts aus. Der Scheich aus Bahrain führt seit über einem Jahrzehnt die asiatische Fussball-Konföderation (Afc). Seine Stimme hat Gewicht. Er huldigt dem Fifa-Chef Gianni Infantino am 23. Oktober, als sich die Asiaten in Tokio zum Kongress treffen.

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